daniel barenboim

Daniel Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren, wo er im Alter von sieben Jahren sein erstes öffentliches Konzert gab. 1952 zog er mit seinen Eltern nach Israel. Als Elfjähriger nahm er in Salzburg an den Dirigierkursen von Igor Markevitch teil, später studierte er Harmonielehre und Komposition bei Nadia Boulanger in Paris. Seitdem hat er als Pianist und Dirigent mit nahezu allen bedeutenden Künstler:innen der Welt zusammengearbeitet. Von 1975 bis 1989 war er Chefdirigent des Orchestre de Paris, von 1991 bis 2006 musikalischer Leiter des Chicago Symphony Orchestra. Zwischen 2007 und 2014 bekleidete er verschiedene Führungspositionen am Teatro alla Scala in Mailand. Darüber hinaus dirigierte er fast zwei Jahrzehnte lang regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen. Von 1992 bis 2023 wirkte er als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin; die Staatskapelle Berlin wählte ihn 2000 zum Chefdirigenten auf Lebenszeit.

Im Jahr 1999 rief Daniel Barenboim zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward W. Said das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker:innen aus Israel, Palästina und anderen Ländern des Nahen Ostens sowie Nordafrikas vereint und durch die Erfahrung gemeinsamen Musizierens einen Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen der Region ermöglichen möchte. Aus diesem Projekt ging die Barenboim-Said Akademie in Berlin hervor, die 2015 den Lehrbetrieb aufnahm. In ihrem Gebäude ist auch der 2017 eröffenete Pierre Boulez Saal beheimatet.

Daniel Barenboim ist Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, Knight Commander of the British Empire, Commandeur de la Légion d’Honneur und Ehrendoktor der Universität Oxford. 2007 ernannte ihn UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Friedensbotschafter.

© Monika Rittershaus

kommende veranstaltungen